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Ernährung von Kitten & Senioren: Tipps für jede Lebensphase

06.03.2025 - Lesedauer: 5 Minuten

Eine Katze und ein Kitten beim Fressen

Kleine Stubentiger, die die Welt entdecken, sind ständig in Bewegung – und haben demzufolge einen hohen Energieumsatz und ständig Bären- beziehungsweise Kätzchenhunger. Solange Mamas Milchbar zur Verfügung steht, stillen Katzenbabys in regelmässigen Abständen dort ihren Appetit.

Wie lange benötigten Katzenkinder andere Ernährung?

In den ersten Lebenswochen und Monaten ist die gezielte Versorgung von Katzenbabys mit einem genau passenden Futtermittel elementar. Unter widrigen Umständen musst du sogar noch einen Schritt früher ansetzen: Hat das Muttertier zu wenig Milch oder musst du Waisenkinder versorgen, greif zu spezieller Katzen-Ersatzmilch.

Zwischen der vierten und der achten Lebenswoche findet der langsame Übergang zwischen der Milchnahrung und festem Futter statt. Die Kätzchen beginnen, sich für den Napf der Mutter zu interessieren und ernähren sich eine Weile abwechselnd von Muttermilch sowie Festfutter, während der Milchfluss bei der Mutter langsam nachlässt.

Etwa zwischen der achten und der zehnten Woche können die Kätzchen ganz auf Katzenfutter umgestellt werden. Biete ihnen zunächst hochwertiges Junior-Alleinfuttermittel an. Der Handel hält eine breite Produktpalette solcher spezieller Babykost bereit.

Erst ungefähr mit zwölf Monaten sind die Katzenkinder so weit ausgewachsen, dass eine schrittweise Umstellung von Kitten- auf Erwachsenenfutter erfolgen kann. Füttere die Kätzchen vorher nicht mit Erwachsenenfutter: Das kann, wie im Folgenden erläutert, zu schwerer Unterversorgung führen. Du solltest die Phase der Umstellung auf festes Futter dazu nutzen, den Kätzchen möglichst viele verschiedene Geschmacksrichtungen und auch verschiedene Marken nahezubringen: Früh erfahrene Vielfalt beugt Futtermäkeleien bei erwachsenen Tieren vor. Manche Katzen reagieren allerdings empfindlich und mit Durchfall auf ständigen Wechsel. Dann solltest du deinen Tierarzt um Rat fragen.

Was ist das Besondere bei der Kitten-Ernährung?

Die erste Lebensphase von Kitten besteht vornehmlich aus zwei Dingen: Die Welt erkunden und wachsen. Der Organismus der kleinen Stubentigers vollbringt Schwerstarbeit: Innerhalb von wenigen Monaten wird aus winzigen, hilflosen Tierchen energiegeladene, agile Geschöpfe, die ihre Umwelt in Atem halten. Das Körpergewicht vervielfacht sich und das drollige Herumtapsen steigert sich zu atemberaubender Fitness und athletischen Leistungen. All das kann sich nur gesund entwickeln, wenn die Kitten ein Futter erhalten, das alle wichtigen Bestandteile in einem dem Alter angepassten Verhältnis enthält. Kitten haben einen etwa doppelt so hohen Energiebedarf wie ausgewachsene Katzen; Kätzchenfutter hat entsprechend höhere Nährwerte.

Der kleine Magen von Katzenkinder ist auf die Aufnahme kleinerer Futterportionen ausgelegt; für eine „Erwachsenenportion“ ist einfach noch nicht genug Platz. Die Tiere benötigen also, im Gegensatz zur erwachsenen Katzen, viele kleine Rationen, die gleichmässig über den ganzen Tag verteilt werden. Kittenfutter sollte hochverdauliche Eiweisse enthalten; solches hochverdauliches Futter trägt dem raschen Stoffwechsel der Katzenkinder Rechnung und ermöglicht die Aufnahme möglichst vieler Aminosäuren. Nachdem nur jeweils wenig Futter zurzeit aufgenommen werden kann, der Energiebedarf der Kätzchen aber sehr hoch ist, solltest du darauf achten, dass das Kittenfutter besonders energiereich ist. Die Katzenkinder sollten von Anfang an auch Trockenfutter zur freien Verfügung haben: Das Zerknuspern der harten Futterbröckchen stärkt die Kaumuskulatur und beugt Zahnstein vor. Achte darauf, dass immer frisches Wasser erreichbar ist. Bekommen Kitten in den ersten Lebenswochen ausschliesslich Nassfutter, kann der Kiefer in seiner Entwicklung geschwächt werden.

Ein gutes Kittenfutter enthält in entsprechender Dosierung:

  • Hauptnährstoffe: hochwertiges tierisches Eiweiss und Fettsäuren (Omega 3- und 6)
  • Mengen- und Spurenelemente (u. a. Kalzium, Selen, Magnesium)
  • Aminosäuren (u. a. Taurin, Arginin)
  • Vitamine

Wie lernen meine Kitten das Fressen aus dem Napf?

Kitten lernen das Fressen aus dem Napf von ihrer Mutter durch Beobachtung und Nachahmung. Doch ebenso wie menschliche Babys anfangs ihre Schwierigkeiten haben, vom Fläschchen zu Teller und Besteck zu wechseln, kann der Napf so manche Kitten anfangs verwirren. Das hat einen einfachen Grund: Solange die  Katzenbabys an der Zitze trinken oder mit dem Fläschchen gefüttert werden müssen, befindet sich die Nahrungsquelle waagerecht vor dem Maul – oder etwas erhöht darüber. Um aus dem Napf zu fressen, müssen die Kätzchen nun aber den Kopf senken und die Futterbrocken anheben. Das will gelernt sein und bedarf einiger Koordinationsarbeit. Solltest du die Kitten ohne Assistenz des Muttertieres aufziehen müssen, ist ein Trick und ein wenig Geduld gefragt. Nimm Katzenfutter auf einen Löffel und halte ihn den Katzenkinder so vor das Gesicht, dass sie auf Nasenhöhe vom Löffel fressen können. Klappt das, senk den Löffel immer weiter ab, bis die Tiere die Futteraufnahme „von unten“ verinnerlicht haben und den Napf allein benutzen.

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Was ist bei der Ernährung von Senioren zu beachten?

Etwa ab einem Alter von 10 Jahren gelten Katzen als Senioren. Da gesunde Katzen bei ansonsten komplikationsarmen Umständen eine Lebenserwartung von fünfzehn bis zwanzig Jahren haben, währt die Zeit für Seniorenfutter recht lang. Aber dem zehnten Lebensjahr verändert sich der Organismus von Katzen: Auch wenn dieTiere noch fit und agil sind, wird die Verdauung träge und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Auch die Organe funktionieren nicht mehr so gut.

Eine Katze frisst Nassfutter aus einem Napf

Die Zusammensetzung von Seniorenfutter berücksichtigt dies: Es enthält weniger Eiweiss und Phosphor und entlastet so die Nierenfunktion. Den insgesamt ruhiger werdenden Tiere kommen ein geringerer Energiegehalt und leicht verdauliche Inhaltsstoffe entgegen. Eine unterstützende Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln in bestimmten Lebenslagen, während des Fellwechsels zum Beispiel, kann sinnvoll sein, sollte aber mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Ernährung von Katzenkindern im Überblick

Ansicht nach Jahren

  • 4. – 8. Lebenswoche: Langsamer Übergang zwischen Milchnahrung und festem Futter
  • 8. –10. Lebenswoche: Komplette Umstellung auf Katzenfutter
  • Ca. 12 Monate: Umstellung von Kitten- auf Erwachsenenfutter

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